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Nächstenliebe kommt in Afrika zur Aktion #9

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Aktueller Bericht von Dr. Michael Scholten: Was bleibt uns nach diesen drei Wochen?
Jeder von unserem Team wurde an unterschiedlichen Punkten getroffen,  bewegt und auch verändert. Uns allen gemeinsam bleibt der große Dank, eine archaische, ursprüngliche Gesellschaftsform in direktem Kontakt kennen gelernt zu haben,  wie es keinem Touristen je möglich wäre - und dabei auch noch so vielen Menschen direkt und konkret helfen gekonnt zu haben; Medikamente, Wundversorgungen, Übungen oder Schulungen, alles hatte seinen Platz.

Ich spreche für viele, wenn ich dazu einen Kollegen des Teams zitiere: " Eine so gemeinschaftliche Teamarbeit vermisse ich in meinem Alltag, so eine große gegenseitige vertrauensvolle Bereicherung auch bei gesundheitlich sehr schwer  betroffenen Menschen will ich in meinen Alltag  integrieren".
" Man sollte auch Mut zu neuen Wegen haben, auch wenn meine nächste Priorität jetzt erst einmal zu Hause liegt" oder " die Armut und Einfachheit der Menschen zeigte mir ein Klares weniger ist mehr in der Besinnung auf das Wesentliche".

Ich habe sehr emotionale Momente erlebt und unsere täglichen Andachten haben unsere eigene Endlichkeit genauso wie unsere Verantwortung den Bedürftigen gegenüber und unsere eigene Abhängigkeit Gott gegenüber gezeigt.

Großer Dank gilt dabei erneut allen Unterstützern des Teams, der NGO Humedica aus Deutschland, vor allem aber der so hervorragend und mit allem Herzblut für uns und das Projekt sorgenden Trudy Ritter.
Mein persönlicher Dank gilt auch der Johannes Bad AG in Orscholz und Bad Füssing, vor allem den Herren O. Giese und Dr. J. Zwick für ihr Verständnis und ihre Förderung.
Jedes Saatkorn bringt seine Frucht!

Das Aufeinandertreffen von Welten und Zivilisationen, das es geradezu unmöglich sein lässt, „die oberste Direktive" aus der SciFi-Serie Star Trek zu befolgen, nämlich zu helfen ohne einzugreifen oder zu verändern ohne zu manipulieren wurde hier Realität. Ich kann nicht impfen oder operieren, nicht medizieren oder in die Klinik schicken, ohne gleichzeitig meine Kulturimpulse zu hinterlassen. Vielleicht ist ein sanfterer Kompromissweg der von uns gesuchte gemeinsame Weg mit dem Stammesheiler in Verbindung mit unseren modernen Sterilitätsprinzipien. (Das QM und seine Dokumentation lassen wir einmal beiseite). Dies schaffte auf beiden Seiten sehr große Anerkennung und Respekt, tragende Prinzipien auch für unseren heimatlichen Arbeitsalltag.



Dieser Konflikt wird mit dem Bild des Kara in traditioneller Kleidung und Kultur bei gleichzeitigem Tragen einer automatischen Waffe und einem Handy deutlich. Ich sehe hier keine gleichzeitig kulturerhaltende Unterstützung von Krankheiten, gewaltgeschädigten und dadurch erblindenden Kindern und verletzten Frauen ohne Bruch der Kultur Von umwelttraumatisierenden Touristen und dem daraus entstehenden Müllberg will ich gar nicht reden.



Fast symbolhaft lebten wir hier inmitten von Staub; im Auto, im Zelt, auf unserer Haut - überall. Und gerade sinnbildlich wird dies von der Gruppe Kansas im Lied „Dust in the wind“ besungen, und auch wir sangen abends oft zusammen. Da muss auch gelegentlich ein Boot durch den Staub transportiert werden.

 Was bleibt, neben den ganzen oben gebannten Dingen und noch vielem mehr ist auch: 

„All we are is dust in the wind, nothing lasts  forever... all your money won’t another minute buy ".



Vielen Dank für Eure Anteilnahme an unserem Kara Outreach November 2016.

Dr. Michael Scholten

P.S: Ich hätte nicht gedacht, wie wertvoll mir das kleine Kopfkissen war, das mit meine Tochter Maya noch am Abreisetag mitgab. Ein Stück Heimat immer dabei.

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